RHEINDELTA
in Vorarlberg

Name des Moors:
Rheindelta

Allgemeines:
BL: Vorarlberg, Bezirk; Bregenz, Gemeinden: Gaißau, Fußach, Höchst, Hard, Naturraum: Rheintal, Flächengröße 244 ha, Höhenlage: ca. 395 müA,

Moortyp (Hauptmoortypen):
Zwischen- und Flachmoore zwischen dem Bodensee im Norden und den alten Rheinverläufen im Süden

FFH-Lebensraumtypen:

  1. 6410, Pfeifengraswiesen
  2. 7140, Übergangs- und Schwingrasenmoore
  3. 7150, Torfmoor-Schlenken
  4. 7230, Kalkreiche Niedermoore

Besonderheiten des Moors

Das Naturschutz- und Natura-2000-Gebiet Rheindelta zählt mit seinen naturbelassenen Ufer- und Flachwasserzonen, Schilfröhrichten, Feuchtwiesen und Auwäldern ein wichtiges Gebiet im europäischen Naturschutz dar. Die Nominierung 1983 als bedeutendes Feuchtgebiet nach der RAMSAR Konvention und die Eingliederung des Gebietes in das Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk der Europäischen Union nach der Vogelschutzrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unterstreichen die überregionale Bedeutung des Schutzgebietes. Hundertausende von Zugvögeln nutzen die Fußacher Bucht als Rast- und Mauserplatz sowie als Überwinterungsgebiet.

Gleichzeitig ist das Naturschutz- und Natura-2000-Gebiet Rheindelta auch ein Landwirtschafts- und attraktives Erholungsgebiet. Das Gebiet wird von Einheimischen und Touristen gleichermaßen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie zum Beispiel Baden und Erholung am Wasser, Radfahren und Naturbeobachtung gerne besucht. Die Feuchtflächen waren ehemals teilweise als Torfstiche genutzt, werden heute überwiegend extensiv als Streuwiesen mit einer einmaligen Herbstmahd genutzt, Teilgebiete im Rheinholz werden beweidet.

Rheindelta© Land Vorarlberg

Beeinträchtigungen und Probleme

  1. Entwässerung: Durch zahlreiche Entwässerungsgräben und zwei Pumpwerke wird das Gebiet intensiv entwässert.
  2. Ehemaliger Torfabbau: der Torfabbau hat nur flachgründig stattgefunden, ist aber durch zahlreiche Mulden im Gebiet noch deutlich erkennbar.
  3. Einpolderung: Durch die Errichtung des Polderdammes in den 1950er Jahren wurde die ehemalige, periodische Frühsommerüberflutung der landseitigen Feuchtgebiete durch den Bodensee unterbrochen.

Special features of the moor

The Rheindelta nature reserve and Natura 2000 site, with its unspoilt riverbanks and shallow water zones, reed beds, wet meadows and riparian forests, is a key area for European nature conservation. Its designation in 1983 as a significant wetland under the Ramsar Convention and its inclusion in the European Union’s Natura 2000 network of protected areas under the Birds Directive and the Habitats Directive underscore the area’s supra-regional importance. Hundreds of thousands of migratory birds use the Fußach Bay as a resting and moulting site, as well as a wintering area.

At the same time, the Rheindelta nature conservation and Natura 2000 area is also an agricultural and attractive recreational area. The area is popular with locals and tourists alike for a variety of activities, such as swimming and relaxing by the water, cycling and nature watching. The wetlands were formerly used in part as peat extraction sites; today they are predominantly used extensively as hay meadows with a single autumn mowing, whilst parts of Rheinholz are grazed.

Rheindelta© Land Vorarlberg

Threats and pressures

  1. Drainage: The area is extensively drained by numerous drainage ditches and two pumping stations.
  2. Former peat extraction: Peat extraction took place only at shallow depths but is still clearly visible in the form of numerous hollows across the area.
  3. Reclamation: The construction of the polder dyke in the 1950s put an end to the former, periodic early-summer flooding of the inland wetlands by the Lake Constance.

Kontakt

Hans Willem Metzler,
Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. IVe – Umwelt- und Klimaschutz

Pläne und Karten

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