Name des Moors:
Nösslachfeldermoor
Allgemeines:
BL: Tirol, Bezirk:Innsbruck Land, Gemeinde: Gries am Brenner, Naturraum: Stubaier Alpen,
Flächengröße: 1,7 (in ha), Höhenlage:1350 m, Grundbesitzer: Privat (Stefan Hörtnagel)
Moortyp (Hauptmoortypen):
Großflächig entwässertes kalkreiches Niedermoor in Verzahnung mit Übergangs- und Schwingrasenmoorbereichen
FFH-Lebensraumtypen:
Das Moor in Nösslach ist ein ehemaliges, kalkreiches Niedermoor, das über mehrere hangseitige Quellaustritte kontinuierlich mit Wasser versorgt wird. Rund um die Zeit des Ersten Weltkriegs wurde das Gebiet durch den Einbau von Tonrohrsystemen entlang des natürlichen Gefälles aufwendig entwässert. Zusätzlich entstanden in den Randbereichen massive Entwässerungsgräben, um die Fläche für landwirtschaftliche Nutzung zu erschließen.
Inzwischen sind die Tonrohrleitungen stellenweise beschädigt, und der Grundeigentümer beabsichtigt, die damaligen Entwässerungsmaßnahmen seiner Vorgänger wieder rückgängig zu machen, um den ursprünglichen Moorzustand soweit möglich zu regenerieren.
© Lassacher Das Ziel besteht darin, einen ökologisch funktionalen, kalkreichen Niedermoorbereich wiederherzustellen, indem der Wasserhaushalt stabilisiert und die torfbildende Vegetation gefördert wird. Die stellenweise erfassten Übergangs- und Schwingrasenmoorbereiche sollen erhalten bzw. erweitert werden.
© Lassacher Das Nösslachmoor ist das erste Moor, das im Rahmen des EU-LIFE-Projekts Amoore erfolgreich renaturiert wurde. Die Planungs- und Bauarbeiten konnten bereits im Jahr 2025 abgeschlossen werden.
Um den Wasserstand im Moor wieder flächig anzuheben, wurde der westliche Entwässerungsgraben vollständig mit Erde verfüllt. Zusätzlich wurden in regelmäßigen Abständen Spundwände aus Fichtenrundlingen gesetzt, die verhindern, dass das Verfüllmaterial ausgespült wird.
Durch das Verschließen des Hauptgrabens kann sich der natürliche, moortypische Wasserhaushalt des kalkreichen Niedermoors wieder einstellen. So entsteht langfristig ein Lebensraum, in dem sich typische Moorpflanzen und -tiere erneut ansiedeln können.
Je nach Entwicklung der Fläche sind zur Pflege gelegentliche Mahdarbeiten im Herbst vorgesehen, bei denen das Schnittgut abtransportiert wird – um die natürliche Entwicklung des Moores bestmöglich zu unterstützen.
© Wasser & Umwelt The peatland in Nösslach is a former alkaline fen that is continuously supplied with water via several spring outlets on the slopes. Around the time of the First World War, the area was extensively drained through the installation of clay pipe systems along the natural gradient. In addition, extensive drainage ditches were dug in the peripheral areas to make the land suitable for agricultural use. The clay pipes are now damaged in places, and the landowner intends to reverse the drainage measures carried out by his predecessors in order to restore the fen to its original state as far as possible.
© Lassacher The aim is to restore an ecologically functional, alkaline fen area by stabilising the water balance and promoting peat-forming vegetation. The transitional and quaking bog areas identified in places are to be preserved or expanded.
The alkaline fen in Nösslach is the first peatland to have been successfully restored as part of LIFE AMooRe. The planning and construction work was completed as early as 2025.
In order to raise the water level across the entire peatland, the western drainage ditch was completely filled in with soil. In addition, sheet piling made of spruce logs was installed at regular intervals to prevent the fill material from being washed away.
By closing off the main ditch, the natural water balance typical of alkaline fens can be restored. In the long term, this will create a habitat in which typical fen plants and animals can re-establish themselves.
Depending on how the area develops, occasional mowing in the autumn is planned as part of maintenance, with the cuttings being removed – to support the natural development of the fen as effectively as possible.
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