JOCHBERG
in Tirol

Name des Moors:
Jochberg

Allgemeines:
Bezirk: Kufstein
Gemeinde: Thiersee
Naturraum: Mittlere und westliche Nordalpen
Flächengröße: 3 ha
Höhenlage: 825 müA

Moortyp (Hauptmoortypen):
Latschenhochmoor

FFH-Lebensraumtypen:

  1. 7110*, Lebende Hochmoore

Besonderheiten des Moors

Das Moorhölzl bei Jochberg ist ein Hochmoor, welches als flächiges Naturdenkmal geschützt ist.

Jochberg© Lassacher

Beeinträchtigungen und Probleme

  1. Entwässerung: Mehrere Gräben leiten Wasser aus der Fläche ab, wodurch das Moor austrocknet und seine typische Vegetation sowie torfbildende Prozesse beeinträchtigt werden.

Ziele

Ziel ist die Wiedervernässung, um das Moor in einen naturnäheren Zustand zurückzuführen, ohne dass die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen von der Revitalisierung betroffen sind.

Jochberg© Lassacher

Maßnahmen

Im zentralen Entwässerungsgraben wird ein Staubauwerk aus Holz errichtet und der Graben abschnittsweise verfüllt, um den Grundwasserspiegel anzuheben. Im Bereich des ehemaligen Löschteichs entsteht ein weiteres Staubauwerk mit regulierbarem Ablauf, wodurch wieder ein kleiner Stillwasserbereich geschaffen wird. Im stark beeinträchtigten Westteil wird die oberste, mineralisierte Torfschicht abgetragen (Flachabtorfung), um wieder geeignete Bedingungen für moortypische Vegetation zu schaffen. Standortfremde Fichten werden entfernt, um Verdunstung und Beschattung zu reduzieren. Gleichzeitig bleibt ein schützender Gehölzstreifen als Puffer erhalten. Zusätzlich wird ein extensiv bewirtschafteter Pufferstreifen angelegt, um Nährstoffeinträge aus angrenzenden Flächen zu vermindern.

Jochberg© Lassacher

Site description

The Moorhölzl near Jochberg is a raised bog and is protected as a designated natural monument.

Jochberg© Lassacher

Threats and pressures

  1. Drainage: Several ditches drain water away from the area, causing the bog to dry out and damaging its typical vegetation and peat-forming processes.

Objectives

The aim is to restore the peatland to a more natural state without the surrounding agricultural land being affected by the revitalisation.

Conservation management

A wooden weir is being constructed in the central drainage ditch, and the ditch is being filled in section by section to raise the water table. In the area of the former fire pond, another weir with a regulatable outlet is being constructed, thereby creating a small area of standing water once again. In the heavily degraded western section, the uppermost, mineralised peat layer is being removed (shallow peat removal) to re-establish suitable conditions for typical bog vegetation. Non-native spruce trees will be removed to reduce evaporation and shading. At the same time, a protective strip of trees and shrubs will be retained as a buffer. In addition, an extensively managed buffer strip will be created to reduce nutrient inputs from adjacent areas.

Kontakt

Felix Lassacher,
Abteilung Umweltschutz Land Tirol
umweltschutz@tirol.gv.at

Pläne und Karten

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