BL: Steiermark, Bezirk: Liezen, Gemeinde: Bad Mitterndorf, Naturraum: Mittlere und westliche Nordalpen,
Die Region Europaschutzgebiet Ödensee im steirischen Salzkammergut, am Fuß des Kemetgebirges gelegen, beherbergt die einst ausgedehnte Moorlandschaft des Ödenseer Beckens. Hier sind Reste lebender Hochmoore erhalten geblieben. Das Moor mit der größten Ausdehnung und dem besten Erhaltungszustand ist das Kainischmoor-West. Daneben befinden sich mit dem Kainischmoor-Ost und dem Pichlmoos Moore von internationaler bzw. überregionaler Bedeutung in der Region.
Weitere charakteristische Elemente des Gebietes stellen der Ufergehölzstreifen mit angrenzenden Streu- und Sumpfwiesen im Bereich des Riedlbaches dar. Der Riedlbach entspringt am Nordfuß des Kemetgebirges und bildet nach seinem Zusammenfluss mit der Ödensee-Traun nahe des Ortes Äußere Kainisch die Kainisch-Traun.
© Klipp Große Teile der ehemaligen Moorkomplexe sind heute abgetorft, wobei eine Regeneration nicht gegeben ist und das auf diesen Flächen entstandene feuchte Grasland teils als Mähwiese, teils als Weide und teilweise gar nicht mehr genutzt wird.
Kainischmoor-Ost, Pichlmoos und Ödenseemoor sind durch Randeffekte sowie durch Entwässerungsmaßnahmen in ihrer Natürlichkeit unterschiedlich stark beeinträchtigt.
Im Gebiet wurden bereits Maßnahmen, unter anderem im Zuge des LIFE Projektes „Naturwald, Moore und Lebensraumverbund im Ausseerland“ gesetzt. Nun sollen im Zuge eines Pilotprojektes ergänzende Maßnahmen zur Reduktion der randlichen Drainagewirkung an zwei unterschiedlichen Mooren gesetzt werden. Diese sollen als regionale Demonstrationsflächen für den Umgang mit Randdrainagen dienen.
Im Kainischmoor-Ost ist der Hochmoorkörper weitgehend intakt, die Hydrologie des Moores wird aber durch Randdrainagen im Kontakt zum angrenzenden Wirtschaftsgründland randlich beeinträchtigt. Der betroffene Bereich soll durch eine Lehmsperre im angrenzenden Grünland abgedichtet werden und damit die Randeffekte minimiert werden.
Das Pichlmoos wurde im Rahmen des LIFE Projektes „Naturwald, Moore und Lebensraumverbund im Ausseerland“ teilweise hydrologisch saniert. Eine im Nordosten bestehende Randdrainage soll durch eine flexible Sperre geschlossen werden. Damit soll die Bewirtschaftung des angrenzenden Extensivgrünlandes weiterhin ermöglicht werden.
The Ödensee region is situated in the Styrian Salzkammergut, at the foot of the Kemet Mountains. It contains extensive peatland of the Ödensee Basin. Remnants of active raised bogs have been preserved here. The bog with the largest area and the best state of preservation is the Kainischmoor-West. Alongside this, the Kainischmoor-Ost and the Pichlmoos are bogs of international and supra-regional importance in the region.
Other characteristic features of the area include the riparian woodland strip with adjacent hay meadows and marshland in the vicinity of the Riedlbach stream.
Large parts of t former mires have now been stripped of peat, with no regeneration taking place; the wet grassland that has developed on these areas is used partly as hay meadows, partly as pasture and, in some cases it is not used at all. Kainischmoor-Ost, Pichlmoos and Ödenseemoor have been affected to varying degrees in their natural state by edge effects and drainage measures.
Measures have already been implemented in the area, including as part of the LIFE project ‘Natural Forests, Mires and Connectivity in the Ausseerland’. Now, as part of a pilot project, additional measures are to be implemented at two different peatlands to reduce the impact of perimeter drainage. These are intended to serve as regional demonstration sites for managing perimeter drainage.
In the eastern part of the Kainischmoor, the raised bog is largely active, but the bog’s hydrology is affected at the edges by perimeter drainage systems bordering the adjacent agricultural land. The affected area is to be sealed off by a clay barrier in the adjacent grassland, thereby minimising the edge effects.
The Pichlmoos has been partially hydrologically restored as part of the LIFE project ‘Natural Forest, Mires and Habitat Network in the Ausseerland’. An existing perimeter drainage system in the north-east is to be closed off by a flexible barrier. This will ensure that the management of the adjacent extensive grassland can continue.
Mag. Martin Klipp,
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung, Referat Naturschutz
martin.klipp@stmk.gv.at
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Zustimmung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.