Name des Moors:
Irrsee-Nordmoor
Allgemeines:
BL: Oberösterreich, Bezirk: Vöcklabruck, Gemeinde: Oberhofen am Irrsee, Raumeinheit: Attersee-Mondsee-Becken (https://www.land-oberoesterreich.gv.at/62440.htm ), Flächengröße: 31,9 ha, Höhenlage: 555 müA, Grundbesitzer: Privatbesitz und öffentlicher Besitz
Moortyp (Hauptmoortypen):
Verlandungsmoor, Übergangsmoor und kleiner Hochmooranteil
FFH-Lebensraumtypen:
Am Nordufer des Irrsees befindet sich ein Teil des Europaschutzgebiets Mooswiesen am Irrsee (AT3141000 ). Das Moorgebiet am Nordufer nimmt aus floristischer und pflanzenökologischer, aber auch bryologischer und ornithologischer Sicht eine herausragende Stellung ein. Es umfasst Niedermoor- und Übergangsmoorbereiche, sowie Pfeifengraswiesen, die weitgehend als Streuwiesen genutzt werden.
Im Irrsee-Nordmoor findet man viele seltene und gefährdete Pflanzen und Pflanzengesellschaften:
Außerdem ist das Irrsee-Nordmoor ein wichtiges Brutgebiet des Großen Brachvogels.
Von zentraler Bedeutung aufgrund seiner Fläche und seines Erhaltungszustandes ist das Übergangsmoor mit Schlenkengesellschaften im Süden des Gebietes. Nördlich an diesen Bereich anschließend bis zum Güterweg findet man einen durch die Entwässerung stark degradierten Moorbereich. Der weiter nördlich liegende Teil des Gebietes besteht hauptsächlich aus Niedermoorgesellschaften und durch die Entwässerung entstandenen Pfeifengraswiesen in unterschiedlich gutem Erhaltungszustand. Ganz im Norden befindet sich schließlich noch ein nasses, äußerst artenreiches Niedermoor mit Quellaufstößen.
Eine entsprechend angepasste Bewirtschaftung ist für den langfristigen Erhalt der Flächen wichtig, gleichzeitig soll der für eine natürliche Entwicklung notwendige Wasserhaushalt der Flächen gewährleistet werden. Um hier das notwendige Gleichgewicht zwischen dem Schutz der natürlichen Entwicklung der Flächen und einer maßvollen Entwässerung zur Gewährleistung der Bewirtschaftung zu finden und langfristig sicherzustellen, bedarf es einer intensiven und guten Zusammenarbeit mit den in der Region tätigen Landwirtinnen und Landwirten.
© Claudia Wolkerstorfer Die Auswirkungen der Entwässerung führen zu einer langsamen, aber stetigen Veränderung der Lebensgemeinschaften. Mit zunehmender Entfernung vom Seeufer spiegelt sich diese Entwicklung auch im Torfkörper, der in den höchstgelegenen Teilen deutliche Mineralisierungserscheinungen zeigt. Zusätzlich stellen die potenziellen Nährstoffeinträge aus dem landwirtschaftlich genutzten Umland eine Gefahr dar.
© Claudia Wolkerstorfer
© Claudia Wolkerstorfer The ‘Irrsee Nordmoor’ ist part of the European protected area ‘Mooswiesen am Irrsee ‘ (AT3141000) and stretches along the northern shore of Lake Irrsee. It occupies a prominent position from a floristic and plant-ecological perspective, as well as from a bryological and ornithological point of view. It comprises alkaline fens and transition mires, as well as Molinia meadows, which are largely used as litter meadows.
In the Irrsee North Moor, one can find many rare and endangered plants and plant communities. In addition, the Irrsee North Moor is a significant breeding ground for the curlew.
Of central importance due to its size and state of conservation is the transition mire in the southern part of the area. Adjacent to this area farther north, extending to the farm road, lies a bog area that has been severely degraded by drainage. The northernmost part of the area consists mainly of fens and Molinia meadows created by drainage, varying in their state of conservation. In the far north lies a wet, extremely species-rich fen with spring seeps.
Appropriately adapted land management is essential for the long-term preservation of these areas, while at the same time ensuring the water balance is necessary for their natural development. To strike and sustain the necessary balance between protecting the natural development of the land and implementing moderate drainage to ensure its management, close and effective cooperation with the farmers active in the region is essential.
© Claudia Wolkerstorfer The effects of drainage are leading to a slow but steady change in the biotic communities. As the distance from the lake shore increases, this development is also reflected in the peat body, which shows clear signs of mineralisation in its highest parts. In addition, there are significant nutrient inputs from the surrounding agricultural land.
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