Wasser wieder im Moor halten
Über viele Jahre wurde Wasser aus dem Mesmerried durch einen Entwässerungsgraben abgeführt. Im Zuge der Maßnahmen wurde dieser mit vier Holzspundwänden und drei Hartvinylspundwänden verschlossen, an einem zweiten kleinen Graben kamen elf kleinere Holzspundwände zum Einsatz. Damit bleibt das Wasser wieder länger in der Fläche, die typische Moorvegetation kann sich entwickeln, und seltene Arten wie Moose und Orchideen sowie Libellen und Amphibien finden einen geschützten Lebensraum. Zudem speichern Feuchtgebiete Kohlenstoff und Wasser und tragen so zum Klima- und Hochwasserschutz bei.
Gemeinschaftsprojekt mit Vorbildcharakter
Die Umsetzung war nur durch das Zusammenspiel vieler Akteure möglich: Die Agrargemeinschaft Schlins stellte die Fläche zur Verfügung, die Firma Werner Gabriel (Göfis) führte im Frühjahr 2026 die Bauarbeiten zur Verschließung des Hauptentwässerungsgrabens durch, und zahlreiche Freiwillige des Vereins Schöcha übernahmen die vorbereitenden Arbeiten im Winter sowie die händische Verschließung eines kleineren Grabens. LIFE-Projekt AMooRe liefert die notwendigen finanzielle und organisatorische Unterstützung und dokumentiert durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität Kiel den Ausgangszustand und die Wirkung der gesetzten Maßnahmen.
Landesrat Christian Gantner betonte: „Es ist uns in Vorarlberg ein großes Anliegen, dieses wertvolle Naturerbe nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu stärken. Mit der Restaurierung des Mesmerried zeigen wir, wie Naturschutz und regionaler Nutzen erfolgreich Hand in Hand gehen.“
LR Gantner: „Gelungenes Beispiel für aktiven Moorschutz in Vorarlberg“