Grundlagenerhebungen zu Emissionen aus Moorflächen
Im Rahmen des AMooRe-Arbeitspakets 4.4 hat das Forschungsteam der Gruppe Geoökologie der Universität Wien das Ziel, die Treibhausgasemissionen (CO₂, CH₄ und N₂O) in österreichischen Mooren entlang eines hydrologischen und Landnutzungs-Gradienten zu messen und zu modellieren. Seit Januar 2025 werden die Messungen an verschiedenen Standorten im Wörschacher und Irdninger Moor (Ennstal, Steiermark) durchgeführt. Dabei wird untersucht, wie sich unterschiedliche Landnutzungsintensitäten auf die Treibhausgasbilanz auswirken und welche Faktoren und Prozesse dabei eine Rolle spielen. Die Messungen vor Ort werden von zwei externen Mitarbeiterinnen durchgeführt, die die Emissionen an den verschiedenen Standorten regelmäßig messen.
Neben den Gasmessungen werden, dank der Unterstützung des von Renate Mayer koordinierten Teams der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, auch Vegetations-, Boden- und Gülleanalysen durchgeführt. Diese Daten werden zusammen mit den Emissionsdaten verwendet werden, um Emissionsfaktoren für österreichische Moore zu entwickeln.
© HBLFA Raumberg-Gumpenstein Wertvoller Austausch
Ziel des Workshops war es, erste Einblicke in die Forschungsergebnisse des Arbeitspakets 4.4 zu geben und gemeinsam die nächsten Schritte abzustimmen. Organisiert wurde die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein.
Am Workshop teilgenommen haben das Forschungsteam der Universität Wien – Stephan Glatzel, Barbara Lanthaler und Andreas Maier – sowie Mitarbeitende der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und ein beteiligter Landwirt. Der Austausch bot eine wertvolle Gelegenheit, erste Erkenntnisse zu diskutieren, Ideen auszutauschen und die weiteren Schritte für das kommende Jahr zu planen.
Erste Ergebnisse
Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in den Emissionen zwischen den Standorten, die klar entlang der Gradienten von Hydrologie und Landnutzung verlaufen. Diese Unterschiede werden auch durch die Vegetationsanalysen bestätigt. Die Messungen werden noch bis Ende 2026 fortgesetzt. Das Forschungsteam ist gespannt, wie sich die Emissionen über den Winter hinweg und im kommenden Jahr entwickeln werden.
Im Anschluss an den Workshop ging es für das Team noch einmal ins Feld, wo an allen Standorten weitere Proben genommen wurden.
Beitrag: Universität Wien