Das Team bei der Probennahme im Feld. ©Christoph Gahbauer
Das Team bei der Probennahme im Feld. © Christoph Gahbauer

Erster Workshop zu Treibhausgasmessungen aus Moorflächen

Am 26. September 2025 stellten die Universität Wien und die HBLFA Raumberg-Gumpenstein erste Ergebnisse zu Treibhausgasmessungen aus Mooren in im Ennstal vor. Beim Workshop wurden erste Erkenntnisse geteilt und nächste Projektschritte gemeinsam geplant.

Grundlagenerhebungen zu Emissionen aus Moorflächen

Im Rahmen des AMooRe-Arbeitspakets 4.4 hat das Forschungsteam der Gruppe  Geoökologie der Universität Wien das Ziel, die Treibhausgasemissionen (CO₂, CH₄ und N₂O) in österreichischen Mooren entlang eines hydrologischen und Landnutzungs-Gradienten zu messen und zu modellieren. Seit Januar 2025 werden die Messungen an verschiedenen Standorten im Wörschacher und Irdninger Moor (Ennstal, Steiermark) durchgeführt. Dabei wird untersucht, wie sich unterschiedliche Landnutzungsintensitäten auf die Treibhausgasbilanz auswirken und welche Faktoren und Prozesse dabei eine Rolle spielen. Die Messungen vor Ort werden von zwei externen Mitarbeiterinnen durchgeführt, die die Emissionen an den verschiedenen Standorten regelmäßig messen.

Neben den Gasmessungen werden, dank der Unterstützung des von Renate Mayer koordinierten Teams der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, auch Vegetations-, Boden- und Gülleanalysen durchgeführt. Diese Daten werden zusammen mit den Emissionsdaten verwendet werden, um Emissionsfaktoren für österreichische Moore zu entwickeln.

Die Teilnehmer:innen des Workshops. © HBLFA Raumberg-Gumpenstein© HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Die Teilnehmer:innen des Workshops. © HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Wertvoller Austausch 

Ziel des Workshops war es, erste Einblicke in die Forschungsergebnisse des Arbeitspakets 4.4 zu geben und gemeinsam die nächsten Schritte abzustimmen. Organisiert wurde die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein.

Am Workshop teilgenommen  haben das Forschungsteam der Universität Wien – Stephan Glatzel, Barbara Lanthaler und Andreas Maier – sowie Mitarbeitende der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und ein beteiligter Landwirt. Der Austausch bot eine wertvolle Gelegenheit, erste Erkenntnisse zu diskutieren, Ideen auszutauschen und die weiteren Schritte für das kommende Jahr zu planen.

Erste Ergebnisse 

Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in den Emissionen zwischen den Standorten, die klar entlang der Gradienten von Hydrologie und Landnutzung verlaufen. Diese Unterschiede werden auch durch die Vegetationsanalysen bestätigt. Die Messungen werden noch bis Ende 2026 fortgesetzt.  Das Forschungsteam ist gespannt, wie sich die Emissionen über den Winter hinweg und im kommenden Jahr entwickeln werden.

Im Anschluss an den Workshop ging es für das Team noch einmal ins Feld, wo an allen Standorten weitere Proben genommen wurden.

Beitrag: Universität Wien 

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