Unser Team der CAU beteiligt sich an der Durchführung verschiedener Arbeitspakete von AMooRe. Im Rahmen des Arbeitspakets 4 (Wissensaufbau) beschäftigen wir uns am Beispiel ausgewählter Gebiete intensiv mit der Hydrologie der Moore Österreichs. Im Zuge des Arbeitspakets 12 (Monitoring) entwickeln wir zusammen mit der fachlichen Leitung ein hydrologisch-bodenkundliches Monitoringkonzept, das in den ersten drei Projektjahren vor Ort eingerichtet wird.
Zur kontinuierlichen Erfassung der Wasserstände werden zahlreiche hydrologische Messgeräte – wie Grundwasserpegel – installiert. Zudem erbohren wir Bodenprofile bis in Tiefen von ein bis fünf Metern, um die Entwicklung der Moore zu rekonstruieren und ihren aktuellen Zustand zu analysieren. An ausgewählten Standorten werden mit einem hochpräzisen Differenzial-GPS die Geländehöhen vermessen, um langfristige Veränderungen des Moorkörpers – etwa die Neubildung von Torf infolge angehobener Wasserstände – zu dokumentieren. In bestimmten Moorgebieten werden außerdem Klimastationen installiert, um witterungsbedingte Einflüsse (z. B. Niederschlag, Lufttemperatur) auf die Prozesse in den Mooren zu erfassen.
Alle Arbeiten leisten einen essenziellen Beitrag zur langfristigen Erfolgskontrolle der AMooRe-Maßnahmen, die im Rahmen der österreichweit verteilten „Good-Practice-Projekte“ umgesetzt werden. Im Vordergrund steht dabei die Beurteilung der Klimawirksamkeit und des Naturschutzwertes der Moorgebiete.
© M. Filipinski
© L.T. Kroll Die Arbeiten vor Ort werden von uns „Nordlichtern“ im Rahmen von zwei bis drei etwa 14-tägigen Kampagnen pro Jahr durchgeführt. Dabei werden mit den uns zur Verfügung stehenden Dienstwagen der CAU zwangsläufig lange Strecken zurückgelegt werden. Um den Arbeitseinsatz möglichst effektiv zu gestalten, sind umfangreiche Vorplanungen in Kiel und eine enge Abstimmung mit den österreichischen Naturschutzabteilungen der Länder erforderlich.
Nach unserer Rückkehr werden die Geländedaten auf Plausibilität überprüft und danach dem Projekt zur Verfügung gestellt. Außerdem werden die entnommenen Bodenproben im Labor der CAU weiter auf wichtige Parameter wie zum Beispiel den Kohlenstoffgehalt im Torf untersucht.
Unsere erste Arbeitskampagne im Frühjahr 2025 hat uns in die Moore Oberösterreichs und Tirol geführt, die noch folgenden Arbeitskampagnen dieses Jahres werden vorrangig in der Steiermark und in Vorarlberg stattfinden.
Beitrag: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel